Vietnamese hatte zwei Monate Essstäbchen im Kopf

20. August 2001, 12:08
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Unfall verschwiegen - Holzstück von Ärzten übersehen

Hanoi - In Vietnam hat ein 21-jähriger Mann mehr als zwei Monate mit einem fast fünf Zentimeter langen Teil eines Essstäbchens im Kopf gelebt. Man sei erst auf das Holzstück gestoßen, nachdem Nguyen Phuoc Hoa wegen der Erblindung seines rechten Auges mehrfach erfolglos behandelt worden sei, berichtete ein Arzt des renommierten Cho Ray-Krankenhaus in Ho Chi Minh-Stadt am Montag. Mittlerweile sei das Stäbchen zwar herausoperiert, das rechte Auge sei aber unwiederbringlich blind.

Nguyen Phuoc Hoa war den Angaben zufolge im Juni unglücklich gestürzt, wobei sich das Holz in seinen Kopf und von hinten in die Augenhöhle bohrte. Während der 21-Jährige den Unfall verschwieg, kämpften die Ärzte in seiner Heimatprovinz Ca Mau vergeblich gegen die Erblindung. Auch die Medizinier in Ho Chi Minh-Stadt, dem früheren Saigon, übersahen das Stäbchen zunächst, entdeckten später aber die wirkliche Ursache der verlorenen Sehkraft. (APA/dpa)

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