Steirische austriamicrosystems mit drei neuen Aufsichtsräten

20. August 2001, 11:38
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Ex-Chefs von Motorola und Mikron ziehen in Kontrollgremium ein - Auch neues Mitglied vom Betriebsrat entsandt

Graz - Im Aufsichtsrat des steirischen Halbleiterherstellers austriamicrosystems finden sich drei neue Mitglieder: Mit Roland Koo und Arturo Krueger ziehen die ehemaligen Chefs der Chiphersteller Mikron sowie Motorola Semiconductor Europa in den Aufsichtsrat ein. Reinhard Spinotti wurde vom Betriebsrat in das Gremium entsandt, wie die austriamicrosystems am Montag nach der jüngsten Hauptversammlung in einer Presseinformation mitteilte.

Roland Koo, der Univ.-Prof. Hans Leopold von der TU Graz ablöst, war in den Gründungstagen selbst bei der vor Kurzem von Austria Mikro Systeme International AG (AMS) in austriamicrosystems umbenannten Firma tätig. 1987 begann er mit dem Aufbau der Mikron, vor einigen Jahren wurde das Unternehmen an die nun ebenfalls in Gratkorn ansässige Philips Semiconductors, eine Philips-Tochter, verkauft. Seither war Koo als Investor und Berater im Elektronikbereich tätig. In dieser Funktion beriet Koo auch schon seit einiger Zeit das Bereichs-Management und den Vorstand der austriamicrosystems bei der Erschließung neuer Märkte.

Von Motorola zu AMS

Arturo Krueger war bis vor Kurzem 37 Jahre lang für Motorola Semiconductor tätig, zuletzt als Chef der Semiconductor Product Division für die Bereiche Europa/Asien und Afrika. Der gebürtige Schweizer Krueger zieht an Stelle von Franz Kubik von der Creditanstalt (CA) in den Aufsichtsrat von austriamicrosystems ein.

Der Aufsichtsrat der austriamicrosystems in Unterpremstätten bei Graz setzt sich nun aus dem Vorsitzendem, Guido Klestil, und seinem Stellvertreter Siegfried Selberheer sowie Helmut List von AVL List, Koo und Krueger zusammen. Dazu kommen noch die Mitararbeiter-Vertreter Reinhard Spinotti, Johann Eltner und Günther Kneffel.

Die austriamicrosystems AG erzielte im Geschäftsjahr 2000 mit 950 Mitarbeitern mit 950 Mitarbeitern an 15 Standorten weltweit einen Umsatz von 1,68 Mrd. S (121,9 Mill. Euro). Zuletzt konnte mit dem Airbus-Konsortium ein Großkunde aus der Flugzeugindustrie gewonnen werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent erwartet. (APA)

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