Schwere Unglücke in europäischen Bergwerken

20. August 2001, 13:53
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Hamburg - Schwere Grubenunglücke mit mehreren Dutzend Toten sind vor allem im Osten Europas keine Seltenheit. Neben schlechter Ausrüstung und veralteter Sicherheits-Technik werden die Katastrophen auch durch Fahrlässigkeit unter Tage ausgelöst. Vor allem das ukrainische Donbass, eines der größten Kohlereviere der Welt, ist immer wieder betroffen. Schwere Unglücke in Europa in den vergangenen zehn Jahren:

11. März 2000 in der Ukraine:Eine Grubengas-Explosion verschüttet 87 Bergleute in Suchodolsk (Donbass). Sieben Männer werden mit zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen geborgen. Für die übrigen 80 Arbeiter kommt jede Hilfe zu spät. Das Unglück war durch einen defekten Schneidbrenner ausgelöstet worden. Die Grubenexplosion war die schwerste im Land seit 20 Jahren.

24. Mai 1999 in der Ukraine: Bei einer Grubengas-Explosionen in der Bergbaustadt Donezk kommen 48 Bergleute ums Leben. Als Ursache wird ein Defekt im Entlüftungssystem der Grube genannt. Hochexplosives Methangas war in die Grube geströmt. Das Unglücks-Bergwerk Sasjadko - am 19. August 2001 wieder betroffen - gilt als eine der ertragreichsten, aber auch gefährlichsten Schachtanlagen im Kohlerevier Donezk.

04. April 1998 in der Ukraine: In 1.100 Meter Tiefe sterben mindestens 63 Bergleute im Skatschinski-Schacht (Donbass) durch eine Methanexplosion. Ein Funkenschlag aus dem Elektromotor eines defekten Förderbands löst die Tragödie aus.

16. Jänner 1998 in Jugoslawien (Serbien): Im Bergwerk von Sokobanja explodiert Methangas. 29 Arbeiter werden tot aus dem Schacht geborgen.

2.Dezember 1997 in Russland: Im Syrjanowskaja-Schacht nahe Nowokusnezk im sibirischen Kohlerevier Kusbass fordert eine Grubengasexplosion 67 Menschenleben.

17. September 1997 in Norwegen: Bei einer Gasexplosion sterben auf der Nordpolarinsel Spitzbergen in einer Grube bei Barentsburg 23 Russen und Ukrainer. Betreiber der Kohlenmine ist ein russisches Unternehmen.

9.Juli 1992 in der Ukraine: Im Donbass-Revier kommen bei einem Grubenunglück 59 Bergleute und vier Mitglieder einer Rettungsmannschaft ums Leben.

9. Juni 1992 in der Ukraine: Sprengarbeiten lösen in der Grube Suchodolskaja bei Krasnodon im Donbass-Revier eine Katastrophe aus. Für 51 Bergleute kommt jede Hilfe zu spät.

30. Juni 1991 in der Ukraine: Im Kohlenrevier Donbass gerät ein Förderband in Flammen. Der Brand und giftige Dämpfe kosten 32 Bergleute das Leben. (APA/dpa)

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