Lafontaine kritisiert deutsche Mazedonien- Politik

20. August 2001, 15:45
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Ex-SPD-Vorsitzender attestiert Rot-Grün "Orientierungslosigkeit"

Hamburg - Der frühere SPD-Vorsitzende und deutsche Finanzminister Oskar Lafontaine hat sich entschieden gegen die Entsendung deutscher Soldaten nach Mazedonien im Rahmen des geplanten NATO-Einsatzes ausgesprochen. "Wer im Bundestag zustimmt, muss wissen, dass diesmal das Leben unserer Soldaten stark gefährdet ist", schrieb Lafontaine in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung von Montag. Der Waffenstillstand in Mazedonien sei nicht stabiler als im Nahen Osten.

Zudem sei es nicht Aufgabe der NATO, die albanischen Rebellen der "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) zu entwaffnen, betonte Lafontaine: "Weltpolizei oder Balkanpolizei kann die NATO nicht sein. Nur die UNO." Solange die Vereinten Nationen nicht zur internationalen Ordnungsmacht auf dem Balkan geworden seien, suchten Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer "orientierungslos im verminten Schlachtfeld den Weg", schrieb Lafontaine. (APA/AP)

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