Fortschritte bei Gesprächen zwischen IWF und Argentinien

20. August 2001, 09:03
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G7 erwartet Übereinkunft für nachhaltig Entwicklung

Washington - Die führenden sieben Industriestaaten der Welt (G-7) haben Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und Argentinien zur Bewältigung der schweren Finanzkrise in dem südamerikanischen Land begrüßt. In einer am Sonntag in Washington von einem Sprecher des US-Finanzministeriums verlesenen Erklärung äußerte sich die Gruppe zuversichtlich, dass eine Übereinkunft zu Stande kommen werde. Diese werde die Wirtschaft Argentiniens zu einer nachhaltigen Entwicklung führen.

Die G-7 besteht aus den USA, Japan, Kanada, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Italien. Argentinien steht derzeit in Verhandlungen mit dem IWF, um neue Finanzhilfen zur Bewältigung der schweren Finanzkrise zu erhalten.

Neue Finanzhilfen werden erwogen

Der IWF hat eingeräumt, dass neue Finanzhilfen erwogen werden. Allerdings bleibe es Hauptziel, das von der argentinischen Regierung eingeleitete Programm an Wirtschaftsreformen zu stärken. Die Regierung unter Präsident Fernando de la Rua versucht mit einem drastischen Sparprogramm, wieder finanziellen Handlungsspielraum zu erlangen.

In argentinischen Medien wurde über eine Finanzspritze des IWF von bis zu 15 Milliarden Dollar (16,4 Mrd. Euro/226 Mrd. S) spekuliert. Volkswirte rechnen dagegen nur mit Kreditzusagen von sechs bis neun Milliarden Dollar. Bisher haben IWF und Weltbank dem mit 128 Milliarden Dollar verschuldeten Land Hilfskredite in der Höhe von rund 40 Milliarden Dollar zugesagt. Die internationalen Finanzmärkte befürchten eine Zahlungsunfähigkeit des Landes sowie eine Abwertung des argentinischen Peso, der derzeit an den Dollar gekoppelt ist. (APA/Reuters)

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