Glaxo an Bayer- Pharmasparte interessiert

20. August 2001, 11:44
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Britischer Pharmariese müsste 15 Milliarden Dollar lockermachen

London - Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat Interesse an der Pharma-Sparte des deutschen Bayer-Konzerns signalisiert. Wie die "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen berichtet, habe GlaxoSmithKline kürzlich zu den Investment-Banking- Beratern der Bayer AG Kontakt aufgenommen.

Für die Pharma-Sparte von Bayer müsste ein Interessent nach Schätzungen des Blattes bis zu 15 Milliarden Dollar (16,4 Mrd. Euro/226 Mrd. S) bezahlen. Ein Glaxo-Sprecher sagte, das Unternehmen kommentiere derartige Marktgerüchte nicht. Bayer steht möglicherweise eine Welle von Schadenersatzklagen aus aller Welt wegen der Nebenwirkungen des zurückgezogenen Cholesterin-Medikaments Lipobay/Baycol bevor. GlaxoSmithKline ist Partner bei der Vermarktung des umstrittenen Medikaments.

Sammelklage

Der US-Anwalt Ed Fagan und sein Münchner Kollege Michael Witti haben angekündigt, sie wollten Geschädigte weltweit in eine Sammelklage in den USA einbeziehen. Nach ihren Angaben soll auch Glaxo geklagt werden. Die beiden Pharmakonzerne hatten 1997 eine Kooperation zur Vermarktung des Bayer-Medikaments geschlossen.

Bayer erwägt, seine Pharma-Sparte mit einem Partner zu betreiben oder zu verkaufen. Nach Angaben des Leverkusener Konzerns gibt es bereits zwei Interessenten. Namen nannte Bayer jedoch nicht. (APA,ag.)

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