Israel dementiert Raketenangriff im Gazastreifen

20. August 2001, 06:14
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Massendemonstration gegen Israel in Syrien - UNO-Sicherheitsrat berät

Jerusalem/Gaza/Damaskus/New York - Die israelische Armee hat palästinensische Berichte über einen Raketenangriff im Gazastreifen mit drei Toten dementiert. Die Palästinenser selbst hätten die Rakete auf einen israelischen Posten abgefeuert, aber das Ziel verfehlt und das Haus der Opfer getroffen, erklärte das israelische Militär am Montag in einer Stellungnahme. Drei Menschen wurden dabei getötet.

Bei den Opfern handelt es sich um den 32-jährigen Samir Abu Seid, der nach jüngsten Angaben Mitglieder der Fatah von Palästinenserpräsident Yasser Arafat war. Getötet wurden auch seine siebenjährige Tochter und sein sechsjähriger Sohn. Zuvor war das Alter der Kinder mit acht bzw. sechs Jahren angegeben worden.

Massendemo in Syrien

Mehr als eine halbe Million Syrer bekundeten unterdessen auf einer Massendemonstration in Aleppo ihre Solidarität mit den Palästinensern. Die Demonstranten verbrannten israelische Flaggen und Bilder des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon. Der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Paulus Jazgi, sagte auf der Kundgebung, die "rassistische israelische Politik" verhindere nicht nur das friedliche Zusammenleben in Palästina, sondern bedrohe die Zukunft der ganzen Welt. Er rief die Christen zur Solidarität mit den Palästinensern auf.

Der UNO-Sicherheitsrat in New York beschäftigt sich am Montag in einer offenen Debatte mit der Krise im Nahen Osten. Die Palästinenser haben einen Entwurf vorgelegt, in dem sie einen nicht näher beschriebenen Beobachtungsmechanismus für das Westjordanland und den Gazastreifen fordern. Die Forderung der Palästinenser nach einer internationalen Beobachtertruppe war im März zuletzt an dem Veto der USA gescheitert. (APA/Reuters/AP/dpa)

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