Lafontaines Frau: Politiker finden bald keine Partnerinnen mehr

19. August 2001, 16:33
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Christa Müller: Rolle als Anhängsel nur schwer erträglich

Berlin - Christa Müller, Ehefrau des früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaines, befürchtet, dass Spitzenpolitiker bald keine Partnerinnen mehr finden werden. Die Rolle als Anhängsel sei für eine selbstbewusste Frau nur schwer erträglich, sagte sie der Berliner "Tageszeitung". In der Öffentlichkeit würden Frauen von Spitzenpolitikern nicht als Individuum wahrgenommen, ihnen werde das "Recht auf ein eigenes Leben" abgesprochen.

In der Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf sieht Christa Müller nach eigenen Worten keinen Fortschritt: "Hübsch aussehend, nett angezogen, ruhig. Das ist nicht viel anders als das, was Hannelore Kohl gelebt hat." Diese habe ihre eigene Identität völlig zurückgenommen, um das zu sein, was von ihr als Politikergattin erwartet wurde, sagte Müller. Die 45-jährige Diplom-Volkswirtin hatte ihre eigene Karriere aufgegeben, nachdem sie 1993 Oskar Lafontaine geheiratet hatte. (APA/AP)

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    Christa Müller

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