Streik bei VW in Mexiko geht weiter

20. August 2001, 08:17
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Unternehmen lehnt Forderungen ab - Neue Verhandlungsrunde vereinbart

Mexiko - Der Streik im mexikanischen Volkswagenwerk in Puebla dauert an. Gewerkschaftsvertreter Jose Luis Rodriguez sagte, die Verhandlungen seien am Sonntag ohne Ergebnisse unterbrochen worden. Allerdings werde man die Gespräche am Montag zu mittag (19.00 Uhr MESZ) fortsetzen. "Falls sie uns ein ernsthaftes Angebot machen, werden wir es wohlwollend prüfen", sagte Rodriguez.

21% mehr Lohn gefordert

Die rund 12.500 gewerkschaftlich organisierten Arbeiter des Werks haben ihre zu Beginn des Streiks am Samstag gestellte Forderung nach einer Lohnerhöhung von 30 Prozent mittlerweile auf 21 Prozent verringert. Volkswagen weist aber auch dies als überzogen zurück. Die Forderung stehe in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Möglichkeiten des Konzerns, sagte Personalchef Francisco Bada.

Beetle für die ganze Welt

In dem Werk der Volkswagen de Mexico in Puebla wird für den gesamten Weltmarkt der New Beetle gebaut. Außerdem läuft dort für den amerikanischen Kontinent der Jetta vom Band. In kleineren Stückzahlen werden außerdem das Golf Cabrio und der alte Käfer produziert. Im vorigen Jahr wurden insgesamt 425.000 Autos gebaut.

In diesem Jahr musste wegen des Nachfragerückgangs in den USA bereits Kurzarbeit eingeführt werden. Nach Schätzung der Gewerkschaft entsteht durch den Streik täglich ein Produktionsausfall, der VW 30 Millionen Dollar (32,8 Mill. Euro/452 Mill. S) kostet. (APA/Reuters/dpa)

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