Zwei Geiseln bei Befreiungsversuch auf Philippinen getötet

19. August 2001, 10:14
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Dritte Geisel konnte sich retten

Manila - Bei einem Armeeeinsatz gegen moslemische Entführer auf den Philippinen sind am Sonntag zwei chinesische Geiseln getötet worden. Eine dritte chinesische Geisel habe sich bei den Kämpfen in der Provinz Sultan Kudarat auf der Insel Mindanao retten können, teilten Behördenvertreter mit. Die Armee habe sich Kämpfe mit etwa 50 Bewaffneten geliefert, die vermutlich Überläufer der moslemischen Rebellengruppe Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) seien. Die Gruppe habe weiterhin eine philippinische und eine chinesische Geisel in ihrer Gewalt und fordere ein Lösegeld in Millionenhöhe.

Die MILF kämpft seit 23 Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat im Süden der überwiegend katholischen Philippinen. Anfang August schlossen die Rebellen einen Waffenstillstand mit der Regierung in Manila. Eine andere Gruppe von Moslemrebellen, die Abu Sayyaf, hält seit Monaten 18 Geiseln fest, unter ihnen zwei US-Bürger. (APA)

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