Iranisches Höchstgericht hebt Todesurteile gegen Agenten auf

19. August 2001, 08:22
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Wegen Dissidenten-Morden von Militärgericht abgeurteilt

Teheran - Das iranische Oberste Gericht hat am Samstag die Urteile gegen 15 Geheimdienstagenten aufgehoben und die Fälle zur neuerlichen Verhandlung an die erste Instanz zurückverwiesen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA. Die 15 Männer hatten sich im vergangenen Jänner vor einem Militärgericht wegen des Mordes an vier Dissidenten im Jahre 1998 verantworten müssen.

Die drei Killer erhielten die Todesstrafe. Fünf weitere Männer erhielten lebenslange Freiheitsstrafen, sieben Agenten zwischen zweieinhalb und zehn Jahren Haft, während drei freigesprochen wurden.

Ihre Opfer waren der Nationalist Dariush Foruhar und seine Frau Parwaneh sowie die Schriftsteller Mohammed Mokhtari und Mohammed Pujandeh. Es war das erste Mal seit der islamischen Revolution von 1979, dass Geheimdienstagenten zu drakonischen Strafen verurteilt wurden. (APA/dpa)

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