"ROI nicht leichtfertig aufs Spiel setzen"

18. August 2001, 22:06
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Appell der Auslandsösterreicher

Der "Weltbund der Österreicher im Ausland" hat an alle Verantwortlichen appelliert, "Radio Österreich International" (ROI) im Interesse Österreichs so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.

"Einiges steht am Spiel"

Viele Menschen in aller Welt würden befürchten, "diese entscheidende Verbindung mit Österreich" zu verlieren. "Es steht einiges auf dem Spiel!", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des Präsidenten des Weltbundes, Gustav Chlestil.

Massive Budgetkürzungen

ORF-Hörfunkintendant Manfred Jochum hatte kürzlich erklärt, von einer drohenden Einstellung von ROI könne keine Rede sein; sehr wohl aber sei wegen der "massiven Budgetkürzungen, zu denen uns das neue ORF-Gesetz zwingt", eine Reform nötig.

Bestürzung

ROI-Intendant Roland Machatschke hatte seinerseits seine "Bestürzung" über die Aufhebung des gesetzlichen Auftrags an den ORF, das internationale Radioprogramm von ROI zu produzieren, ausgedrückt. In allen vergleichbaren Staaten werde ein Radio-Auslandsprogramm, "die mediale Darstellung eines Landes in der Welt", aus Steuermitteln finanziert. Die österreichische Bundesregierung habe dies nach rund 40 Jahren ohne Angabe von Gründen beendet. Ein Antrag, den ORF gesetzlich zu verpflichten, "Radio Österreich International" zu betreiben, wurde im Nationalrat von der Mehrheit abgelehnt.(APA)

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