Israel erwägt Schulbeginn zu verschieben

18. August 2001, 18:37
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Angst vor Anschlägen - Großteil der Schulen und Kindergärten ohne Sicherheitsvorkehrungen

Jerusalem - Aus Furcht vor palästinensischen Anschlägen erwägt Israel den Beginn des Schuljahres zu verschieben. Die meisten der rund 9.000 Schulen und 8.000 Kindergärten des Landes verfügten über keinerlei Sicherheitsvorkehrungen, sagte der Vorsitzende der Parlamentskommission für Erziehungsfragen, Svulon Orlev, am Samstag. Nach Angaben des israelischen Rundfunks schlägt Orlev vor, den für Anfang September vorgesehenen Schulbeginn hinauszuzögern, bis ausreichende Maßnahmen ergriffen wurden.

In den vergangenen Tagen war die Zahl der Anschläge oder versuchten Attentate stark angestiegen. Öffentlichkeit und Medien in Israel sind seither von der Angst vor weiteren palästinensischen Anschlägen beherrscht. Erst am Freitag hatte der israelische Geheimdienst zwei palästinensische Fundamentalisten festgenommen, die den Auftrag hatten, eine mit Nägeln und Eisenstücken gefüllte Bombe in einem Festsaal von Haifa explodieren zu lassen, der bis zu 450 Gäste fassen kann. (APA)

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