Baumwolle effektiver färben

18. August 2001, 14:13
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Der Umwelt wird weniger geschadet

Raleigh - Der Textilwissenschaftler Peter Hauser von der North Carolina State University hat ein effektiveres Verfahren zum Färben von Baumwolle entwickelt, das deutlich weniger Energie, Wasser und Salz verbraucht. Zusätzlich ist es für die Umwelt weniger schädlich als traditionelle Verfahren. Entscheidend für die Cationic Fiber Modification ist die Behandlung der Baumwolle mit einer Chemikalie, die ihr eine positive Ladung verleiht, die ihrerseits den negativ geladenen Farbstoff anzieht.

Laut Hauser spart sein Verfahren rund die Hälfte der Zeit ein, die normalerweise für das Färben von Baumwolle notwendig ist. "Es verbraucht ein Drittel der Energie und nur 20 Prozent der Wassermenge von traditionellen Färbemethoden. Bei der Cationic Fiber Modification wird N-(3-chloro-2-hydroxypropyl) Trimethylammonium Chlorid vor dem Färbevorgang auf die Baumwolle aufgetragen. Da der negativ geladene Farbstoff von dem positiv geladenen Stoff angezogen wird, ist deutlich weniger Farbe für die Erzielung lebhafterer Farben notwendig. In der Beschaffenheit der Baumwollefaser entsteht durch diese Behandlung kein spürbarer Unterschied.

Ein weiterer Vorteil seines Verfahrens ist, laut Hauser, dass die bestehenden Maschinen der Färbeindustrie verwendet werden können. Der Wissenschaftler arbeitet derzeit an der weiteren Rationalisierung. Derzeit sei noch problematisch, dass die Baumwolle für das Aufbringen der Chemikalie aus dem Produktionsprozess genommen werden muss. Danach erfordert die Reaktion dieser Substanz mit dem Stoff einiges an Zeit. Dieser zusätzliche Schritt verlangsamt den Fertigungsprozess, der am besten ohne Unterbrechung durchlaufen sollte. Zusätzlich sei laut Hauser der Widerstand der Textilindustrie zu überwinden, deren Interesse an Veränderungen, die hauptsächlich die Umweltverschmutzung und den Energieaufwand reduzieren, derzeit noch eher gering sei. (pte)

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