Gorbach sieht Deutschkurs-Grenze bei 50

18. August 2001, 14:00
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Vize-FP-Parteiobmann: Integrationsvertrag muss rasch umgesetzt werden

Bregenz - "Ein Alter von bis zu 50 Jahren" ist für den stellvertretenden FPÖ-Bundesparteiobmann Hubert Gorbach die vorstellbare Grenze für die verpflichtenden Integrationsmaßnahmen für bereits in Österreich lebender Ausländer. In einer Aussendung erklärte der Vorarlberger Landesstatthalter am Samstag, "mit dem Leben im Lande und dem hier ansäßig werden müssen auch bestimmte Pflichten verbunden sein".

Diese Pflichten hätten insbesondere für neu Hereinkommende oder Zuwanderungswillige "100 Prozent Gültigkeit", wie beispielswiese "notwendige Deutschkenntnisse sowie Kenntnisse über Land und Leute", erklärte Gorbach. Über die genaue Altersgrenze für jene, die schon hier leben, müsse noch diskutiert werden: "Über dieser zumutbaren Grenze würde ich Anreize bieten, die die freiwillige Integrationslust fördern."

Der so genannte Integrationsvertrag müsse jedenfalls rasch umgesetzt werden, forderte der Riess-Passer-Stellvertreter, "schließlich weist Österreich innerhalb der EU - nach Luxemburg - die höchste Ausländerquote auf, womit klar ist, dass alles getan werden müsse, um eine optimale Integration zu gewährleisten". Die Bundesregeirung müsse eine "Zuwanderung nach Bedarf" möglich machen. Gorbach: "In Zukunft wird auch große Flexibilität in puncto temporäre Bedürfnisse der Wirtschaft oder Dienstleistungsstellen, wie etwa Krankenhäuser, erforderlich sein!" Ein Allheilmittel für die Besetzung von Arbeitsplätzen - in welchen Bereichen auch immer - könne aber nicht über permanente Zuwanderung erfolgen. (APA)

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