Verstärkter Feuerwehreinsatz wegen aufflackernder Glutnester

18. August 2001, 13:52
posten

50 Mann mit zehn Fahrzeugen im Einsatz - Löschschaum für Hohlräume

Wien - Angesichts immer wieder aufflackender Glutnester hat die Wiener Feuerwehr am Samstag ihre Löschmannschaften rund um die Sofiensäle in Wien-Landstraße wieder verstärkt. Einem Sprecher zufolge handelt es sich zwar um eine "Sicherheitsmaßnahme", man bemühe sich jedoch, die "immer wieder aufgehenden" Glutnester verstärkt zu bekämpfen.

Am Vormittag waren rund 50 Mann mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Unter anderem wurde in Schaumcontainer aufgestellt, von dem aus Löschschaum in die Hohlräume unterhalb der Schuttmassen gespritzt wurde, um die Flammen zu ersticken.

Ein Ende des Einsatzes war vorerst nicht abzusehen, hieß es bei der Feuerwehr. Von einem "Brand aus" könne vor Sonntag sicher nicht die Rede sein.

Schwelbrand entdeckt

Bei der Begehung der Brandruine wurde nach Angaben von Einsatzleiter DI Fritz Lerch ein Schwelbrand entdeckt. Er wurde in jenem Bereich des Tanzsaals lokalisiert, auf dem das Dach der Sofiensäle gestürzt war.

Nun müsse abgewartet werden, ob der Einsatz des Löschschaums erfolgreich war, so Lerch. Der Schaum liege wie eine Decke über den Glutnestern und soll die Flammen ersticken. Wenn dies nicht gelinge, müsse man voraussichtlich wieder auf die Wasserwerfer zurückgreifen.

Keine Gefahr für Grundwasser

Dabei sei der Einsatz im Tanzsaal höchst gefährlich, sagte Lerch. Ein Teil des Daches rage schief nach unten, dort würde ein 200 bis 300 Kilo schwerer Betonbrocken hängen, der herunterzufallen droht.

Das unter der ehemaligen Tanzfläche liegende Badebecken ist dem Einsatzleiter zufolge undicht, es drohe jedoch keine Gefahr für Grundwasser oder Umwelt. Bei dem Löschschaum handle es sich um ein waschmittelähnliches Material ohne Schwermetallbelastung. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Überreste des Prunklusters der Wiener Sofiensäle

Share if you care.