Polizei erwartet 50.000 Demonstranten bei IWF- und Weltbank-Tagung

18. August 2001, 10:43
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Sicherheitsvorkehrungen kosten Washington 30 Millionen Dollar

Washington - Die Polizei in Washington rechnet mit 50.000 Demonstranten gegen die Tagung von Weltbank und IWF in Washington Ende September. Polizeichef Charles Ramsey kündigte am Freitag (Ortszeit) an, die Sicherheitskräfte würden die Ordnung aufrecht erhalten, "was immer auch geschieht: Diese Stadt wird nicht brennen". Sicherheitsvorkehrungen rund um das Treffen würden die Stadt rund 30 Millionen Dollar (32,8 Mill. Euro/452 Mill. S) kosten.

Neben 1.700 Polizisten der Stadt sollen mindestens 300 Soldaten der Nationalgarde sowie Sondereinheiten für die Sicherheit der Konferenzteilnehmer sorgen. "Die Chancen, dass wir ohne Gebäudeschäden davonkommen, sind ziemlich niedrig", betonte Ramsey. Aus Furcht vor gewalttätigen Protesten hatten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank die Dauer ihres Treffens bereits von ursprünglich geplanten sieben auf zwei Tage verkürzt.

Die Protestorganisation "Mobilisierung für globale Gerechtigkeit" erklärte, die Polzei plane, während des Treffens eine drei Kilometer lange und drei Meter hohe Mauer rund um die Gebäude von IWF, Weltbank sowie um das Weiße Haus zu errichten. Polizeichef Ramsey bestätigte dies nicht und betonte, die Planung für den Einsatz sei noch nicht abgeschlossen.

In den vergangenen Monaten war es bei großen Gipfeltreffen und Konferenzen in aller Welt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei gekommen. Im Juli war bei Zusammenstößen am Rande des G-8-Gipfels in Genua ein Demonstrant von der Polizei erschossen worden, Dutzende weitere wurden verletzt. (APA)

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