Jerusalems Bürgermeister sieht kein Ende des Nahost-Konflikts

18. August 2001, 10:09
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Olmert: Orienthaus bleibt geschlossen

Bern - Der Bürgermeister von Jerusalem, Ehud Olmert, sieht schwarz für die Lage im Nahen Osten. "Ich glaube nicht, dass der Konflikt in der nächsten Zukunft beendet werden kann", sagt er in einem Interview mit der "Berner Zeitung" vom Samstag. In der Frage des von Israel geschlossenen Orienthauses zeigte sich Olmert zu keinen Kompromissen bereit: "Das Orient House bleibt geschlossen."

Israel hatte den Sitz der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) vor einer Woche besetzt und damit auf einen palästinensischen Selbstmordanschlag in einer Jerusalemer Pizzeria reagiert. Die Besetzung war auch bei den USA auf Kritik gestossen.

Für Olmert kommt nur eine politische Lösung in Frage. Doch seiner Meinung nach ist Palästinenserpräsident Yasser Arafat nicht der geeignete Verhandlungspartner. "Die Palästinenser werden schließlich zur Einsicht kommen, dass nur eine andere Führung eine Verbesserung ihrer Lage bringen kann", sagt der 55-Jährige.

Auch die Teilung Jerusalems ist für Olmert kein Thema, "weil ich Jerusalem als eine einzige Stadt sehe". Den Juden müsse es möglich sein, an jedem Ort innerhalb der Stadt zu wohnen.

Omert ist seit 1993 Bürgermeister von Jerusalem. Er gehört der rechten Likud-Partei an. Erst im Juli hatte er durch eine umstrittene Aktion Aufsehen erregt. Er hatte 14 Häuser im arabischen Teil Jerusalems abreissen lassen und dies mit fehlenden Baugenehmigungen begründet. (APA/sda)

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