Erneuter israelischer Vorstoß in Palästinensergebiet

18. August 2001, 17:30
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Ein Palästinenser getötet - Palästinsischer Chefunterhändler fordert von USA "ausgewogenere Haltung" im Nahost-Konflikt

Gaza - Israelische Soldaten sind in der Nacht zum Samstag erneut auf palästinensisches Territorium vorgerückt und haben dabei einen Palästinenser getötet und zehn weitere verletzt. Der Zwischenfall ereignete sich im südlichen Gazastreifen in der von Palästinensern kontrollierten Stadt Khan Younis.

Nach israelischen Angaben gab es einen Zusammenstoß zwischen den Soldaten und einer Gruppe bewaffneter Palästinenser. Letztere hätten sich einer israelischen Siedlung genähert. Daraufhin seien die Israelisch in Khan Younis einmarschiert und hätten ein Haus zerstört. Ein 29-jähriger Mann wurde durch Granatsplitter tödlich getroffen. Am Samstag feuerten Palästinenser drei Mörsergranaten auf israelische Ziele. Es wurde dabei niemand verletzt.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat, der am Freitagabend mit dem amerikanischen Nahostgesandten David Satterfield zusammengekommen war, sagte am Samstag, er habe die USA zu einer "ausgewogeneren" Haltung im Nahostkonflikt aufgefordert. Außerdem verlangte er erneut internationale Beobachter. (APA/dpa)

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