Feldstudie

17. August 2001, 20:21
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Al Gore hat sich einen Bart wachsen lassen. Wir hier am "Institut für Psychoanalyse light" fühlen uns bestätigt in unserer Theorie "Bartwachsenlassen als Symptom einer posttraumatischen Depression nach einem Karriere-knick". Unser empirisches Material bezieht sich nicht nur auf den gescheiterten US-Präsidentschaftskandidaten Gore, sondern auch auf Bruno Kreisky und Erhard Busek. Nach dem Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden bzw. des Bundes-und Vizekanzlers ließen sich beide einen Bart wachsen. Unsere These: Nach dem abrupten Sturz von der Machtposition fragen sich diese Männer: Wozu noch rasieren? Wozu noch putzen für einen langen, leeren Tag? Diese Männer brauchen Hilfe! Hinweise auf weitere Beispiele daher bitte an diese Kolumne. * Vor wenigen Tagen (am 14. August) wurden hier zur Illustration der gemeinsamen Schüssel- und Riess-Passer-Auftritte die "Dauerwerbesendungen" im deutschen Privatfernsehen erwähnt. Der Kulturverein Frikulum veranstaltet nun heute, Samstag, im oberösterreichischen Ennstal eine dreistündige Nonstop-Vorführung dieser "bislang unterschätzten Kunstform". (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 18./19.8.2001)

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