Umweltanwältin will B301 nicht verhindern

17. August 2001, 19:41
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Vom Bund Begleitmaßnahmen eingefordert

Wien - "Es geht nicht um die Frage: B301 ja oder nein", betonte die Wiener Umweltanwältin Karin Büchl-Krammerstätter am Freitag. Ihr Gang zum Verfassungsgerichtshof in Sachen Wiener Südrandstraße (B301) hatte für helle Aufregung gesorgt (DER STANDARD berichtete). Jetzt erklärte Büchl-Krammerstätter: Im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung hätten die Gutachter "über 200 Maßnahmen als notwendig vorgesehen, um Anrainer und Umwelt vor zu großer Beeinträchtigung durch die Straße zu schützen". Allein: "Das Infrastrukturministerium habe die Trassenverordnung erlassen, "ohne die im UVP-Verfahren festgelegten Maßnahmen wie Forcierung des öffentlichen Verkehrs, Lärmschutzmaßnahmen, Schaffung von Ersatzlebensräumen zu berücksichtigen", kritisiert die Umweltanwältin. Sie habe das Infrastrukturministerium mehrfach auf die Mängel aufmerksam gemacht und als letzte Konsequenz das Höchstgericht angerufen. (frei/DER STANDARD, Print, 18./19.8.2001)
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