NATO-Truppe: Die britischen "Roten Teufel" sind "bereit zu allem"

17. August 2001, 18:28
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Britische Elite-Einheit soll in Mazedonien Rebellen entwaffnen

London - "Bereit zu allem" lautet ihre Kampfparole. Als "Rote Teufel" waren sie im Zweiten Weltkrieg berüchtigt. Nun sollen 600 Mann der britischen Elite-Fallschirmjägereinheit nach der Zustimmung des NATO-Rats albanische Rebellen in Mazedonien entwaffen. Der damalige Premierminister Winston Churchill schuf das Regiment aus drei Bataillonen 1941. Die Elite-Soldaten sollten im Zweiten Weltkrieg hinter die feindlichen Linien eindringen. Ihren Beinamen "Rote Teufel" bekam die Spitzentruppe 1942 in Tunesien, wo sie gegen die Deutschen kämpfte. Heute untersteht die Einheit Kronprinz Charles höchstpersönlich.

Allerdings sind die topausgebildeten Fallschirmjäger im Vereinigten Königreich nicht unumstritten. Ihr Einsatz zur Beendigung der Unruhen in Nordirland zählt zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der britischen Krisenprovinz: Im Kugelhagel der "Roten Teufel" starben am "Bloody Sunday" 1972 in Derry 13 katholische Demonstranten.

Bevor die NATO grünes Licht für die Entsendung des zweiten Bataillons der "Roten Teufel" nach Mazedonien gibt, soll ein Vorauskommando von 400 britischen Soldaten in dem Balkanland ihren Einsatz vorbereiten. Mit insgesamt tausend Soldaten stellt Großbritannien das größte Kontingent der rund 3500 Mann starken NATO-Truppe in Mazedonien. (APA)

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