Aus dem Tagebuch eines anonymen Austrianers

21. August 2001, 10:03
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"Also das ist der Frank, schaut eigentlich ganz gemütlich aus. Dass der so gache Entscheidungen trifft..."

Wien- "Also das ist der Frank, schaut eigentlich ganz gemütlich aus. Dass der so gache Entscheidungen trifft. Was sagt er? Wir sollen den ganzen Tag nachdenken, über den Fußball und über die Austria. Ist das ein Gegensatz? Vielleicht meint er das eh als Einheit, nur halt kaputt, momentan. Wir sollen eine Familie sein, sagt er, warum hat er dann den Papa, den Arie, davongejagt? Der Wohlfahrt wird das wissen, sagen die anderen, aber die wollen das wieder von ihm nicht wissen.

Der Wohlfahrt weiß das angeblich vom Rudas oder direkt vom Frank, was weiß man. Das ist ein geiler Verein, Knödel Ende nie, seit Jahren spielen sie nix, sagen die alle. Daher dauernd Trainer fort. Wie wir hin waren, war alles leiwand, kaum gewinnen wir, Trainer tschüssbaba und die zwei neuen Urgesteine her. Und solange der Wohlfahrt und der Rudas nicht miteinander zum Frank fahren, wenn der wieder da ist, weil jetzt fahrt er ja fort, kann eigentlich nichts Tragisches passieren. Verlieren, okay, aber das werden der Wohlfahrt und der Rudas ja dem Frank erklären können, dass die Mannschaft da nie was dafür kann. Der Frank weiß ja, dass Urgesteine 24 Stunden am Tag an Austria denken. Weiß der, was der Schlafmangel und der Fanatismus aus Menschen machen? Okay, Frank ist fertig, Handschütteln, Frank ins Auge blicken. Die Yuppies in Kärnten werden schön schauen, wenn die Urgesteine anfahren."

(Über Stronachs Ansprache an die Austrianer am Freitag, dem 16. 8., kurz nach 16 Uhr, Auszug aus dem Tagebuch eines anonymen Austrianers. Von josko)

(DER STANDARD, PRINTAUSGABE 18./19.8. 2001)

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