USA subventionierten Medienkampagne in Mazedonien

17. August 2001, 17:34
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Laut "Washington Post" wurden umfassende Mittel im Vorfeld der geplanten Verfassungsänderung bereit gestellt

Washington - Die US-Regierung will mit der Finanzierung einer Medienkampagne die Verabschiedung des von EU und NATO vermittelten Mazedonien-Rahmenabkommens im Parlament in Skopje voranbringen. Die "Washington Post" berichtete am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise in der mazedonischen Hauptstadt und in Washington, für entsprechende Anzeigen und Werbezeiten im mazedonischen Rundfunk und Fernsehen wolle die US-Regierung bis zu 250.000 Dollar zur Verfügung stellen.

Ersten Engagement der USA am Balkan

Es werde auch erwogen, Postwurfsendungen an alle Haushalte zu organisieren, um für allgemeine Zustimmung zum Ohrid-Friedensplan zu werben. Es wäre das erste Mal, dass sich die USA in dieser Weise auf dem Balkan engagierten, hieß es in dem Bericht der "Washington Post". Nach dem Ohrid-Abkommen müssen die Verfassungsänderungen zur Ausweitung der Rechte der albanischen Volksgruppe innerhalb von 45 Tagen im Parlament von einer Dreiviertelmehrheit verabschiedet werden. Dass eine solche zu Stande kommt, ist derzeit äußerst fraglich.

Parlamentspräsident Stojan Andov hat erklärt, dass die zwischen den slawischen und albanischen Parteien ausgehandelte Revision der Verfassung und die vereinbarte Amnestie für die UCK-Rebellen erst nach der vollständigen Entwaffnung der Rebellen in Frage kommen. (APA/Reuters)

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