Accenture entlässt wegen Konjunkturflaute 1.500 Mitarbeiter

17. August 2001, 16:48
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Österreich-Tochter nicht betroffen

New York - Die US-Unternehmensberatung Accenture (vormals: Andersen Consulting) wird 1.500 Beschäftigte entlassen. Die Stellenstreichungen seien wegen der Flaute der Weltkonjunktur nötig geworden, teilte das Unternehmen am Freitag in New York mit. Von den Entlassungen seien unter anderem tausend angestellte Unternehmensberater betroffen, meist in den USA. Insgesamt beschäftigt Accenture 75.000 Menschen. Accenture - ehemals Andersen Consulting - ist Weltmarktführer in seiner Branche. In Österreich hat das Unternehmen rund 140 Mitarbeiter.

Keine Stellenkürzungen in Österreich

Der Personallabbau bei Accenture wird neben den USA auch Europa und Asien treffen. In Österreichs hingegen wird es aber keine Stellenkürzungen geben. "Grund für diese Maßnahmen ist die allgemeine Konjunkturflaute, die sich auch auf unser Geschäft auswirkt. In Österreich lauft das Geschäft aber weiterhin gut", erklärte Accenture Österreich-Sprecherin Doris Ladewig.

Flex-Leave-Programm

Zusätzlich zum Personalabbau plant das Unternehmen außerdem verstärkt den Einsatz eines seit Juni in den USA erprobten "FlexLeave"-Programms. Dabei wird der Mitarbeiter für sechs bis zwölf Monate vom Dienst freigestellt bei weiterem Bezug von 20 Prozent seines Gehalts. In dieser Zeit kann er abgesehen von einer Konkurrenzklausel beliebigen anderen Tätigkeiten nachgehen. Danach kehrt er wieder zu Accenture zurück. Dadurch könne der Konzern flexibler auf die Nachfrage reagieren, so Ladewig. Das Programm soll nun ebenfalls neben den USA auch in Europa und Asien forciert werden. Österreich ist davon aber genauso wenig betroffen. (APA/AFP)

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