NATO-Rat vertagt Entscheidung über Operation "Essential Harvest"

18. August 2001, 10:01
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Allianz will aufgrund anhaltender Gefechte mit Großeinsatz zuwarten

Brüssel/Skopje - Der NATO-Rat hat am Freitag eine Entscheidung über den Beginn des Einsatzes "Essential Harvest" (Bedeutende Ernte) zum Einsammeln der Waffen albanischer Rebellen in Mazedonien auf kommende Woche vertagt. Angesichts anhaltender Gefechte sei es noch zu früh, über die Entsendung der 3500 Mann starken Truppe zu entscheiden, welche die freiwillig abzugebenden Waffen der "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK) einsammeln soll, hieß es nach den Beratungen der Botschafter der 19 NATO-Staaten in Brüssel.

NATO-Oberbefehlshaber will Lage bewerten

Der NATO-Oberbefehlshaber für Europa, US-General Joseph W. Ralston, wird in Vorbereitung des Einsatzes am Montag nach Skopje reisen. Das Verteidigungsbündnis soll dann auf Grundlage einer Bewertung Ralstons über die Operation entscheiden. Im Rahmen des Einsatzes sollen 3500 NATO-Soldaten innerhalb von dreißig Tagen die freiwillig abzugebenden Waffen der UCK-Rebellen einsammeln. Die NATO verlangt als Voraussetzung für die Aktion die strikte Einhaltung des vereinbarten Waffenstillstands.

Waffen sollen in Griechenland vernichtet werden

Ein Vertreter des griechischen Verteidigungsministeriums hat in Athen mitgeteilt, die eingesammelten Waffen der UCK-Rebellen sollten in einer nordgriechischen Waffenfabrik vernichtet werden. Dies betreffe jedoch nicht die Munition. Die Athener Regierung habe damit positiv auf eine Anfrage der Allianz reagiert. (APA/dpa/AP)

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