Die längste Strandparty der Welt

20. August 2001, 10:15
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Tausende Tifosi verwandeln die Mittelmeerküsten in ein rotes Fahnenmeer

Rom/Maranello - Mit der längsten Strandparty aller Zeiten feiert Italien Ferraris zweiten Weltmeistertitel in Folge. Millionen Italiener bejubelten auf unzähligen improvisierten Siegesfeiern in den Strandbädern Italiens "Grande Schumi".

Von den Stränden der Adria bis hinunter nach Süditalien und wieder hinauf über die Amalfi-Küste und die ligurischen Strände bis zur Riviera an der Grenze zu Frankreich feierten die Italiener zusammen mit hundertausenden ausländischen Gästen den "Beginn einer großen Ferrari-Ära". Die Ferrari-Heimatstadt Maranello verwandelten tausende Tifosi, darunter auch viele Deutsche, in ein riesiges rotes Fahnenmeer. Autoschlangen fuhren hupend durch die Straßen, zum Ferrari-Werk und zurück zum Kirchplatz, um von Don Alberto Bernardoni zum Zeichen des Ferrari-Triumphes die Festglocken zu fordern.

Anders als beim Titelgewinn im letzten Jahr, als am 8. Oktober vor allem in Maranello und den großen Metropolen in Rom, Mailand, Turin und Neapel der WM-Sieg von Suzuka gefeiert wurde, stiegen die großen Siegesfeiern diesmal am Meer. Die Großstädte sind im Haupturlaubsmonat August wie leergefegt. Auch in Maranello, wo das Ferrari-Werk seine Pforten für die Sommerferien geschlossen hat, war es ruhiger als im letzten Jahr. Wegen der großen Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad, hatte die Stadtverwaltung diesmal keine große Video-Leinwand aufgestellt. In Maranello verfolgten die daheim gebliebenen Fans das Rennen im "Auditorium Enzo Ferrari" oder in den Bars und Restaurants. Die meisten aber waren ans Meer gefahren.

"So einen Titelgewinn haben wir noch nie erlebt", jubelten die Ferrari-Fans im Adria-Seebad Marina di Ravenna. Wie an unzähligen anderen Stränden hatten die Tifosi das Rennen auch hier gemeinsam vor einem großen Fernseher in der Strandbar verfolgt. (APA/dpa)

Die frühesten WM-Entscheidungen:

1992: Nigel Mansell (GBR) nach elf von 16 Rennen (68,7 Prozent der Saison), 1963: Jim Clark (GBR) - 7/10 - 70 Prozent, 1965: Jim Clark - 7/10 - 70 Prozent, 1969: Jackie Stewart (GBR) - 8/11 - 72,7 Prozent, 1971: Jackie Stewart - 8/11 - 72,7 Prozent, 1952: Alberto Ascari (ITA) - 6/8 - 75 Prozent, 1957: Juan Manuel Fangio (ARG) - 6/8 - 75 Prozent

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