n-tv leidet unter Börsenflaute

17. August 2001, 19:42
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Gespräche über Veränderung der Gesellschafterstruktur "auch mit RTL"

Der Nachrichtensender n-tv hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres vor allem angesichts der schwierigen Werbelage deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Die Umsatzentwicklung liege "spürbar unter der des entsprechenden Vorjahreszeitraumes", sagte der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Fischer am Freitag in Berlin, ohne allerdings konkrete Zahlen oder eine Prognose für das Gesamtjahr nennen zu wollen. "Wir rechnen im zweiten Halbjahr mit einer Belebung", sagte Fischer nur. Beim Ergebnis erwartet der Sender zum Jahresende nach seinen Angaben eine "schwarze Null".

Umsatzrückgang aufgrund der "derzeit schwierigen Situation"

Im ersten Halbjahr 2000 hatte n-tv Netto-Werbeumsätze von 93,7 Mill. DM (47,9 Mill. Euro/659 Mill. S) nach 56,3 Mill. DM im ersten Halbjahr 1999 verbucht. Fischer führte den nun erwarteten Umsatzrückgang auf die "derzeit schwierige Situation" in der gesamten Fernseh- und Werbebranche, aber auch auf eine Unvergleichbarkeit beider Halbjahre zurück. Während die ersten sechs Monate 2000 von einer Vielzahl an Börsengängen geprägt gewesen seien, die allein für Werbeumsätze in Höhe von rund zehn Mill. DM gesorgt hätten, hätten im Vergleichszeitraum dieses Jahres nur wenige Unternehmen ein solches IPO vorgenommen.

Warten auf besseres Börsenklima

Gehe der DAX, wie dies viele Analysten erwarteten, in der zweiten Jahreshälfte noch deutlich nach oben, komme es aber auch wieder zu vielen IPOs, sagte Programmchef Helmut Brandstätter voraus. "Mehr als 100 Börsengänge liegen in der Schublade und warten nur auf ein besseres Börsenklima", betonte er.

Gespräche "auch mit RTL"

Brandstätter bestätigte, dass nach wie vor Gespräche über eine Veränderung der Gesellschafterstruktur geführt würden, "auch mit RTL". Wann diese abgeschlossen sein würden, sei aber nicht zu sagen. Die Hauptgesellschafter des Nachrichtensenders sind die Verlagsgruppe Handelsblatt (28,49 Prozent), CNN (25,52 Prozent) und die Time Warner Entertainment Germany GmbH (24,27 Prozent). (APA/vwd)

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