SFOR dementiert Berichte über versuchte Verhaftung von Karadzic

17. August 2001, 18:49
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Bosnischer Serben-Führer wird mittlerweile auch in Montenegro vermutet

Sarajewo/Podgorica - Die internationale Bosnien-Friedenstruppe SFOR und die bosnische Grenzpolizei haben am Freitag Presseberichte über Versuche zur Verhaftung des ehemaligen bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic auch im Nachbarland Montenegro dementiert. Die bosnische Grenzpolizei unternehme keine Aktionen außerhalb der Staatsgrenzen, zitierte der Rundfunk in Sarajewo einen Polizeisprecher. John Ruth sagte als SFOR-Sprecher, die SFOR unternehme zur Zeit keine "Sonderaktion" gegen Karadzic.

Nach einem Bericht der in Podgorica erscheinenden Zeitung "Dan" vom Freitag haben bosnische Polizisten und SFOR-Soldaten in Montenegro den ehemaligen Serbenführer gesucht. Es seien auch Straßensperren zwischen Bosnien und Montenegro aufgestellt worden, um ihn zu stellen. Der als Kriegsverbrecher angeklagte Karadzic soll sich nach unbestätigten Berichten in den vergangenen Tagen im montenegrinischen Dorf Vucji Do und in der orthodoxen Kirche in Crkvice aufgehalten haben. In einem Fall habe er sich in einem Heuwagen vor den SFOR-Soldaten versteckt, will das Blatt von einem Augenzeugen erfahren haben.(APA/dpa)

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