Peres unterbreitet Vorschläge für raschen Waffenstillstand

17. August 2001, 15:32
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Lockerung der Absperrung der Palästinensergebiete

Tel Aviv - Mit einem neuen Vorschlag will der israelische Außenminister und Vizepremier Shimon Peres einen möglichst raschen Waffenstillstand mit den Palästinensern erreichen. Wie die israelische Tageszeitung "Haaretz" am Freitag berichtete, schlägt Peres die Aufteilung der Selbstverwaltungsgebiete in verschiedene Abschnitte vor, in denen dann unabhängig voneinander Ruhe und Ordnung hergestellt werden sollen. In dem Maße, wie die Palästinenser in diesen Gebieten wieder Sicherheit aufbauten, ziehe Israel seine Truppen zurück und "erleichtere" die Abriegelung.

Sharons Forderung "übertrieben"

Nach Angaben von "Haaretz" hat Peres den Vorschlag dem Nahost-Beauftragten der US-Regierung, David Satterfield, unterbreitet. Die bisherige Forderung von Premier Ariel Sharon, eine siebentägige vollständige Waffenruhe sei Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Verhandlungen, nannte Peres demnach "übertrieben". Peres schlug laut "Haaretz" den Beginn der Umsetzung seines Planes im Gaza-Streifen vor, weil dort die Wirtschaftskrise und die Kontrolle des Gebietes durch Präsident Yasser Arafat besonders groß seien. Im Gaza-Streifen leben rund 6000 jüdische Siedler inmitten von einer Million Palästinensern. Sie werden von der Armee schwer bewacht.

Drei Verhandlungs- Bedingungen

Ministerpräsident Sharon hatte am Sonntag in Verhandlungen seines Außenministers mit der Palästinenserführung eingewilligt. Allerdings stellte er Peres drei Bedingungen: Er dürfe nur im Beisein von General Giora Eiland Gespräche führen und dürfe nicht direkt mit Arafat verhandeln. Außerdem sollen alle Kontakte strenger Geheimhaltung unterliegen. Die Palästinenser bezeichneten dies als inakzeptabel und "lächerlich". (APA/dpa)

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