Tokioter Börse stürzt auf 17-Jahres-Tief

17. August 2001, 12:50
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Nikkei-225 mit Abschlag von 69,48 Punkten

Wien - Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag den Handel mit leichterer Tendenz beendet. Der Nikkei-225 Index beendete Sitzung mit 11.445,54 Zählern und einem Abschlag von 69,48 Punkten oder 0,60 Prozent. Der Topix Index schloss mit 1.169,81 Einheiten und einem Minus von 5,26 Stellen oder 0,45 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 765 (Vortag: 825,35) Mill. Aktien. 536 Kursgewinnern standen 786 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 136 Titel.

Geringe Umsätze

In Tokio hat der Nikkei-225 nach einer abwechslungsreichen Sitzung auf dem tiefsten Stand seit 17 Jahren geschlossen. Während der "Achterbahnfahrt des Index" habe es am letzten Handelstag in der Ferienwoche der Japaner nur geringe Umsätze gegeben, sagte ein Händler. Das geringe Interesse führten Marktteilnehmer auch auf die US-Konjunktur zurück, die keine Anzeichen für eine Erholung zeige. Deutliche Abschläge verzeichneten erneut exportorientierte Unternehmen.

Exportorientierte Unternehmen im Minus

Deutliche Abschläge verzeichneten erneut exportorientierte Unternehmen. So fielen Sony um 4,5 Prozent. Einem Analyst von UBS Warburg zufolge verschlechtert sich das Geschäftsumfeld des Bereiches Elektronik von Sony beträchtlich, und bis zum letzten Quartal bestehe das Risiko einer Gewinnwarnung weiter. Zurückhaltung der Investoren machten Händler auch bei den Automobilwerten aus. Toyota Motor gaben um 1,8 Prozent nach. Yamaha Motor verloren 5,2 Prozent. Honda Motor konnten dagegen um 1,0 Prozent zulegen. Analysten sagten, das Unternehmen sei unterbewertet.

Toshiba: Minus 4,3 Prozent

Ein Minus von 4,3 Prozent gab es bei Toshiba. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es wahrscheinlich im ersten Halbjahr einen deutlichen Verlust im Chip-Geschäft ausweisen werde. Murata Manufacturing verloren 3,9 Prozent. Auch Kyocera verringerten sich und gingen mit einem Minus von 0,5 Prozent aus dem Handel. Merrill Lynch hatte beide Unternehmen herabgestuft. Als Grund wurde eine schwächere Nachfrage bei Mobiltelefonen und Computern angegeben. (APA)

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