"Passport und Windows XP gefährden Privatsphäre der User"

17. August 2001, 11:53
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US-Internetaktivisten weiten Beschwerde gegen Microsoft aus

US-Internet-Aktivisten von 13 Bürgerrechtsgruppen haben ihre Beschwerde bei der Federal Trade Comission gegen Passport und Windows XP ausgeweitet. Die Beschwerde wurde vom Electronic Privacy Information Center (EPIC) eingebracht und wirft dem Softwaregigant vor allem eine unfaire Wettbewerbspraxis und eine Verletzung der Privatsphäre der Benutzer vor.

Microsoft hatte nach der ursprünglichen Beschwerde gegen dem in das Betriebssystem Windows XP integrierte Passport-Service einige Änderungen für die endgültige Version der angekündigt. So sollen Benutzer weniger persönliche Informationen für ein Passport-Account bekannt geben müssen. Diese Einschränkung reicht den Internet-Aktivisten allerdings nicht weit genug. Microsoft "geht überhaupt nicht auf die Beschwerden der Konsumentenschützer, über sein unfaires, täuschendes und illegales Verhalten ein", erklärte Junkbuster-Präsident Jason Cattlet . Noch immer muss der einzelne Benutzer Postleitzahl und E-Mail-Adressse angeben.

Da durch den Einsatz von Passport und anderen Diensten wie Microsoft Wallet eine Unzahl von Informationen an das Softwareunternehmen gehen, angefangen beim Surfverhalten bis zur Kreditkarten-Nummer, kann der Softwarekonzern umfangreiche Kundenprofile erstellen und für seine Zwecke nutzen. Die Versicherung von Microsoft, "die Verantwortung für Payment-Autorisation und eine Datenbank über Kundenprofile in unterschiedlichen Bereichen von Microsoft anzusiedeln", kann die Bedenken der Datenschützer jedenfalls nicht ausräumen. (pte)

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