"Trotz Napster verdienen wir einen Haufen Geld"

17. August 2001, 11:30
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Björk kritisiert ihre "dekadenten und gierigen" Kollegen

München - Die isländische Popmusikerin Björk hat harsche Kritik an ihren Musikerkollegen geübt. "In den vergangenen 2000 Jahren" hätten Musiker "nie an der Spitze der Gesellschaftspyramide" gestanden, sagte Björk der Zeitschrift "Musikexpress" in einem in der kommenden Woche erscheinenden Interview.

Erst seitdem es "diese große Musikindustriemaschine" gebe, seien viele ihrer Kollegen überhaupt zu Stars geworden. Die Plattenindustrie habe "die meisten Musiker zu vollgefressenen, dekadenten und gierigen Monstern" gemacht, schimpfte die 35-Jährige.

Die Aufregung ihrer Kollegen aus der Musikbranche, die mehrheitlich die Online-Nusiktauschbörse Napster ablehnten, könne sie nicht verstehen: "Trotz Napster verdienen wir doch alle einen Haufen Geld". Sie selbst lade häufig Musik aus dem Internet herunter. (APA)

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