Voest-Alpine meldet Gewinnrückgang

17. August 2001, 12:55
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Konzern-Ergebnis um sechs Prozent schwächer - Umsatzplus von zehn Prozent nach drei Monaten

Linz - Der börsenotierte Linzer Stahlkonzern Voest-Alpine (vormals VA Stahl) hat die allgemeine Konjunkturschwäche im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 (Ende März) nur unwesentlich zu spüren bekommen. Wie das oberösterreichische Unternehmen am Freitag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 63,5 Mill. Euro (874 Mill. S) um 6 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 67,5 Mill. Euro.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 119,7 (nach 119,3) Mill. Euro stabil. Den Umsatz konnte der Stahlkonzern von April bis Juni im Jahresabstand um 10 Prozent von 758,3 auf 835,5 Mill. Euro steigern. Die EBIT-Marge sank im ersten Vierteljahr damit von 8,9 auf 7,6 Prozent, die EBITDA-Marge belief sich auf 14,3 (nach 15,7) Prozent.

Durch die IAS-bedingte Umstellung auf Marktpreisbewertung der Beteiligung an VA Tech ermäßigte sich das Ergebnis nach Zinsen und vor Steuern (EGT) um 12,7 Mill. Euro auf 46,1 Mill. Euro, es blieb demnach um 23 Prozent unter dem Vorjahr. Der Periodenüberschuss sank um 29 Prozent von 44,2 auf 31,4 Mill. Euro. Den Gewinn je Aktie für die ersten drei Monate 2001/2002 beziffert die Voest-Alpine mit 1,0 (zuvor 1,3) Euro.

Strahammer: "Gute Chancen für konjunkturelle Konsolidierung nach Sommermonaten"

Wegen der traditionell schwächeren Sommermonate und erheblicher Unsicherheiten aus dem Konjunkturumfeld rechnet Voest-Alpine-Chef Peter Strahammer für das laufende zweite Geschäftsquartal (Juli bis September 2001) mit einer unter dem Niveau des Vorquartals liegenden operativen Entwicklung. "Wir glauben jedoch, dass nach wie vor gute Chancen für eine konjunkturelle Konsolidierung nach den Sommermonaten bestehen."

Vor allem im industriellen Bereich, so Strahammer, gebe es eine "erfreulich stabile" Nachfrage. Für das Gesamtjahr 2001/2002 würden demnach aus heutiger Sicht die beiden Monate September und Oktober ausschlaggebend sein. Bei einer Stabilisierung der Konjunktur in dieser Phase sollte dann auch ein Betriebsergebnis (EBIT) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 1999/2000 (153 Mill. Euro/2,1 Mrd. S) erreichbar sein.

Rohstahlproduktion gesteigert

Seine Rohstahlproduktion konnte der Voest-Alpine-Konzern an den beiden Standorten Linz und Donawitz im Erstquartal 2001/2002 um 7,7 Prozent auf 1,4 Mill. Tonnen steigern. Der Mitarbeiterstand stieg vor allem auf Grund von Akquisitionen um rund 600 auf 16.117 Leute.

Wie die Voest-Alpine in einer Mitteilung vom Freitag betonte, seien die wesentlichen Kennzahlen zum Geschäftsverlauf des ersten Quartals trotz abflauender Konjunktur deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gelegen. Zu berücksichtigen sei auch, dass im Geschäftsjahr 2000/2001 das beste Ergebnis in der Firmengeschichte erzielt wurde und sich damit eine entsprechend hohe Vergleichsbasis ergibt.

(APA)

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