BWT mit Umsatzplus

17. August 2001, 11:18
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Deutschland-Markt stagnierte - Im Gesamtjahr 2001 wird Umsatzsteigerung auf 445 Millionen Euro erwartet

Wien/Mondsee - Das börsenotierte Wasseraufbereitungsunternehmen Best Water Technlology BWT (Mondsee) hat im 1. Halbjahr 2001 trotz schwieriger Marktbedingungen im Hauptmarkt Deutschland den Betriebsgewinn (EBIT) überproportional um 37 Prozent auf 14,6 Mill. Euro (201 Mill. S) gesteigert, teilte das Unternehmen am Freitag in einer Ad-hoc-Aussendung mit. Der konsolidierte Konzern-Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 201,5 Mill. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,49 Euro.

Für das 2. Halbjahr 2001 rechnet der BWT-Vorstand mit einer Verbesserung der Situation in Deutschland und einem überproportionalen Ergebniswachstum im Geschäftsbereich Aqua Systems Technologies. Im Gesamtjahr 2001 werde eine Umsatzsteigerung auf 445 Mill. Euro (2000: 399 Mill. Euro) und ein Ergebnis nach Steuern von 21 Mill. Euro erwartet.

Umsatzwachstum gebremst

Das Umsatzwachstum im 1. Halbjahr 2001 sei durch ein stagnierendes Umsatzergebnis ist Deutschland gebremst worden, hieß es weiter. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf Grund geringerer Anstiege beim Material- und Personalaufwand von 5,7 Prozent auf 7,2 Prozent. Das Finanzergebnis verminderte sich durch höhere verzinsliche Finanzverbindlichkeiten von minus 1,6 Mill. Euro auf minus 2 Mill. Euro. Der Gewinn nach Steuern stieg um 34,6 Prozent auf 9,2 Mill. Euro.

Die BWT-Gruppe beschäftigte per 30. Juni 2001 insgesamt 2.528 Mitarbeiter, was einem Plus von 18 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Wachstum in allen Sparten

Das weltweit tätige Wassertechnologie-Unternehmen BWT, erzielt im ersten Halbjahr in allen Geschäftsbereichen ein Umsatzwachstum. Sowohl sie auf Haushalts- bzw. im Wellnessbereich tätige Sparte Aqua Ecolife Technologies (AET), als auch die in erster Linie auf industriellen Wasser-Technologien konzentrierte Sparte Aqua Systems Technologies (AST) und der forschungsintensiven Brennstoffzellen-Membrane-Technologies (FCMT) wurden in den ersten sechs Monaten Zuwächse verzeichnet.

Im Geschäftsbereich AET stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 115,8 Mill. Euro (1,59 Mrd. S). Wegen der Stagnation der Umsätze im wichtigen deutschen Markt lag das Gesamtumsatzwachstum in diesem Geschäftsbereich etwas unter den Erwartungen, hieß es heute in der ad hoc Mitteilung weiter. In Frankreich und vor allem Italien seien dagegen erfreuliche Zuwachsraten erzielt worden. Wachstumsträger seien die Produktbereiche Gewerbetechnik (+13 Prozent) sowie Service- und Ersatzteilgeschäft (+25 Prozent) gewesen. Trotz der Umsatzstagnation in Deutschland sei die EBIT-Marge im AET-Bereich von 9,8 Prozent auf 10,6 Prozent gestiegen, wobei sich Preiserhöhungen positiv nieder geschlagen hätten.

Hoffnung: Nicht fluorierten Mebranen für Brennstoffzellen

Im Geschäftsfeld Aqua Systems Technologies (AST) stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 85 Mill. Euro gesteigert, was im wesentlichen auf die dynamische Entwicklung bei der auf industrielle Prozess- und Abwasseraufbereitung konzentrierten Goema GmbH (D) und der in der Nahrungs- und Getränkeindustrie tätigen Van der Molen-Gruppe zurückzuführen sei. Im Ergebnis habe insbesondere die im kommunalen Trink- und Abwasserbereich vor allem in China tätige Aqua Engineering die hohen Erwartungen erfüllt. Der Auftragsbestand in der Sparte AST liege per Ende Juni mit 93,7 Mill. Euro um 14,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Hoffnungsfeld der BWT, der Entwicklung von nicht fluorierten Mebranen für Brennstoffzellen (Fuel Cell Membrane Technologies, FCMT), die in der BWT Tochter FuMA-Tech zusammengefasst sind, wurde der Umsatz im ersten Halbjahr auf 700.000 Euro mehr als verdoppelt. Der Bereich sei bedingt durch den hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand erwartungsgemäß weiter negativ, so das Unternehmen.

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis belief sich laut Unternehmensangaben im 1. Halbjahr auf 15 Mill. Euro. Der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit habe bedingt durch den Aufbau von Working Capital (Aufbau von Forderungen und Vorräten sowie Abbau von Verbindlichkeiten) auf minus 11,8 Mill. Euro gedreht. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 14,4 Mill. Euro. Die Eigenkapitalquote des BWT-Konzerns wird mit 28,7 Prozent beziffert. Die Investitionen in das Anlagevermögen in der BWT-Gruppe betrugen im 1. Halbjahr 4,6 Mill. Euro nach 5,4 Mill. Euro im Vorjahr. (APA)

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