Palästinensische Familienfehde endete mit vier Toten

17. August 2001, 07:53
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Anschlag auf Taxifahrer als Auslöser

Jerusalem - Nach dem gewaltsamen Tod eines Taxifahrers im Westjordanland hat eine Fehde zwischen zwei palästinensischen Familien zu einer Schießerei im Krankenhaus geführt, die für vier Menschen tödlich endete. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. Die palästinensische Polizei nahm mehrere Personen fest und leitete Ermittlungen ein.

Der tödliche Streit begann am Donnerstag nach der Einlieferung des von einem Stein am Kopf getroffenen Taxifahrers Kamal Musalem in ein Krankenhaus der Stadt Nablus. Dort trafen die Angehörigen des 52-Jährigen auf Tajal Furedj, einen hohen Funktionär der palästinensischen Verwaltung. Beide Familien stammen aus dem Dorf Talfit und sind seit langem tief zerstritten.

Kamals Cousin Ajman Musalem zog nach Berichten von Klinikangestellten eine Pistole und schoss auf Furedj. Der 36 Jahre alte Direktor des palästinensischen Ministeriums für Religionsangelegenheiten war sofort tot. Seine Begleiter erwiderten das Feuer mit ihren automatischen Waffen und trafen Ayman und zwei weitere Mitglieder der Musalem-Familie tödlich. Palästinenser hatten ursprünglich Israelis für die Tat verantwortlich gemacht. (APA/AP)

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