USA: Disput über UNO-Mitgliedsbeiträge

17. August 2001, 08:26
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Regierung fordert Kongress zur Freigabe der Gelder auf

Washington - Die US-Regierung hat den Kongress aufgefordert, die Auszahlung der ausstehenden UNO-Beiträge nicht länger zu blockieren. Der Sprecher des Außenministeriums, Philip Reeker, sagte am Donnerstag, die Regierung lehne es ab, an die Auszahlung der Schuldentranche in Höhe von 582 Millionen (636 Mill. Euro/8,75 Mrd. S) Bedingungen zu knüpfen.

Die Gelder werden im Kongress von Republikanern zurückgehalten, die unter anderem über den Ausschluss der USA aus der Menschenrechtskommission empört sind. Die UNO ist vor allem wegen der ausstehenden Mitgliedsbeiträge der USA in Geldnot geraten. Um den Angestellten in diesem Monat ihre Gehälter zahlen zu können, müssten Mittel aus dem für Friedensmissionen vorgesehenen Budget entnommen werden, erklärte Sprecher Manoel de Almeida e Silva am Mittwoch. Die finanzielle Situation sei extrem unsicher.

Im Jahresbudget der UNO-Verwaltung in Höhe von rund 1,1 Milliarden Dollar werden voraussichtlich Ende des Monats 75 Millionen Dollar fehlen. Die Rückstände der USA sind derzeit mit 1,9 Milliarden Dollar so hoch wie noch nie. Ihren Rückstand wollen die USA in drei Zahlungen begleichen. Die zweite und größte Zahlung von 582 Millionen Dollar soll nach dem Willen der US-Regierung möglichst noch vor der UNO-Rede von US-Präsident George W. Bush im September ausgezahlt werden. (APA/dpa/Reuters)

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