Doppeltes Sorgenkind Sat.1

16. August 2001, 21:40
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Noch ganz ohne "ran" zurück in die roten Zahlen

Als ob Haupteigentümer Leo Kirch nicht mit "ran" genug Sorgen hätte: wenig erfreulich auch die Halbjahresbilanz seiner TV-Holding ProSiebenSat.1, zu der neben den beiden im Namen verewigten Programmen Kabel 1, DSF und N24 zählen.

Der größte Fernsehkonzern Deutschlands rechnet ob Werbeflaute heuer nur noch mit einem stagnierenden Ergebnis vor Steuern - statt zweistelligen Wachstums. Im ersten Halbjahr 2001 schrumpfte der Gewinn vor Steuern um 20 Prozent auf 89 Millionen Euro (1,225 Mrd. S); der Umsatz um drei Prozent auf 1,028 Mrd EURO. Strikter Sparkurs soll echten Einbrüchen im Gesamtjahr vorbeugen.

Sorgenkind in der Senderfamilie ist Sat.1 mit zehn Prozent Umsatzminus im ersten Halbjahr und 18 Mio. EURO Verlust nach sechs Millionen Gewinn vor Steuern im Vorjahr. Wegen der Verschiebung der Fußballshow "ran" zum Wohle von Kirchs Pay-TV Premiere drohen Sat.1 nun weitere Einbußen aus Werbe-und Sponsorenverträgen. Wie berichtet dürfte "ran" deshalb demnächst wieder früher zu sehen sein. (fid, Reuters/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.8.2001)

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