Todesgefahr Luftverschmutzung

16. August 2001, 21:34
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"Mehr Opfer als im Verkehr"

Washington - Treibhausgase sind einer neuen Studie zufolge bereits jetzt für den Tod Tausender Menschen weltweit verantwortlich. "Nach unserer Einschätzung kommen mehr Menschen durch die Luftverschmutzung ums Leben als durch Verkehrsunfälle", erklärte Devra Lee Davis, Hauptautorin der im Wissenschaftsmagazin Science (Freitagausgabe) veröffentlichten Untersuchung.

Davis, die als Professorin an der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh (Pennsylvania) lehrt, erläuterte, die Verbrennung von Benzin und Kohle führe dazu, dass Menschen vorzeitig an Asthma, Herzerkrankungen und Lungenleiden sterben. "Wir hoffen, dass die Politiker begreifen, dass Entscheidungen über Energie und Technologien im Grunde Entscheidungen über die Volksgesundheit sind."

In der Studie untersuchten Davis und vier Koautoren die Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die Todesrate von vier Städten: Sao Paulo, Mexiko-Stadt, Santiago und New York. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass der Einsatz von Verbrennungstechnik, die den Ausstoß von Treibhausgasen senkt, in diesen Städten in den nächsten 20 Jahren 64.000 Menschenleben retten könnte.

"Regelungen zur Verminderung der Treibhausgase könnten für weltweit drei Milliarden Menschen, die gegenwärtig in Großstadtregionen leben, deutliche und sofortige Wirkung zeigen", folgern die Autoren. (AP)

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