Wenn Alkohol scheinbar gesund macht

18. August 2001, 13:36
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TrinkerInnen fühlen sich zumindest so

London - Menschen, die hin und wieder Alkohol trinken, fühlen sich einer Studie zufolge gesünder als Nicht-Trinker. Das britische Fachmagazin "Journal of Epidemiology and Community Health" berichtete am Donnerstag, spanische Forscher hätten herausgefunden, dass Leute, die Bier oder Schnaps tränken, sich weniger krank fühlten als abstinent lebende Menschen.

Die meisten Trinker fühlten sich umso gesünder, je mehr Alkohol sie konsumierten. Die Forscher betonten, ihren Ergebnissen liege nicht der tatsächliche Gesundheitszustand der Testpersonen, sondern nur deren eigenes Empfinden zu Grunde.

Die Studie solle nicht dazu benutzt werden, auch nur den mäßigen Konsum von Alkohol anzupreisen, hieß es in dem Fachblatt. "Das könnte zu starkem Alkoholgenuss führen und der damit verbundenen Krankheitsanfälligkeit und Sterblichkeit", schrieben die Forscher.

Für die Studie hat das Forscher-Team dem Blatt zufolge eine landesweit bei 20.000 Spaniern durchgeführte Gesundheitsumfrage von 1993 ausgewertet. Von den Befragten hätten 57 Prozent angegeben, regelmäßig Alkohol in geringen oder mäßigen Mengen zu trinken, meistens ein bis vier Gläser am Tag. (APA/Reuters)

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