UNO verurteilt Diskriminierung der Frauen in Afghanistan

16. August 2001, 20:23
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Rechte auf Ausbildung, Arbeit und Sicherheit werden ihnen vorenthalten

Genf - Die Subkommission für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat am Donnerstag Diskriminierung jeder Art der Frauen und Mädchen in Afghanistan verurteilt. Sie forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich für deren Aufhebung einzusetzen. Zum Abschluss ihrer Jahressitzung verurteilte die Kommission in einer durch Konsens verabschiedeten Resolution, dass Frauen und Mädchen in den von bewaffneten Gruppen kontrollierten Gebieten Afghanistans keine bürgerlichen und politischen Rechte hätten. Auch die Rechte auf Gesundheit, Ausbildung, Arbeit, Bewegungsfreiheit und Sicherheit würden ihnen vorenthalten.

Das widerspreche den Vorschriften des Islams vollständig, hielt die Kommission fest. Die Religion fordere Mosleminnen und Moslems auf, Wissen und Bildung zu erlangen. Die Kommission verlangt, dass Afghanistan alle diskriminierenden Dekrete und jede Art von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts aufhebt. Jede diplomatische Anerkennung oder finanzielle Unterstützung des Taliban-Regimes fördere die diskriminierende Behandlung der Frauen und Mädchen, betonte das Gremium, das ein Ausschuss der UNO-Menschenrechtskommission ist. (APA/sda)

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