Philippinische Zwangsprostituierte fordern Entschädigung

16. August 2001, 20:24
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Protest vor japanischer Botschaft in Manila

Manila - Etwa 20 philippinische Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen Armee zur Prostitution gezwungen wurden, haben am Donnerstag vor der japanischen Botschaft in Manila protestiert. Einen Tag nach dem 56. Jahrestag der japanischen Kapitulation forderten sie von der japanischen Regierung eine höhere finanzielle Entschädigung für ihr Leid und eine schnelle Auszahlung der Gelder. Japan hat bis heute kein offizielle Entschädigung an die etwa 200.000 hauptsächlich asiatischen Frauen gezahlt, die vor und während des Zweiten Weltkriegs zur Arbeit in Bordellen des japanischen Militärs gezwungen wurden.

Stattdessen wurde 1995 eine private "Stiftung für asiatische Frauen" ins Leben gerufen, die von der japanischen Regierung stark unterstüzt wird. Sie soll an alle überlebenden Zwangsprostituierten Bargeld auszahlen. "Dieses Geld ist nur ein Bußgeld, um ihre moralische Schuld zu begleichen. Es kann die japanische Regierung jedoch nicht von ihrer rechtlichen Verantwortung entbinden", sagte Narcisa Claveria, Vize-Präsidentin von Lila-Pilipina Inc., einer philippinischen Prostituierten-Organisation. (APA/Reuters)

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