Iran verbrannte 40 Tonnen Drogen unter EU-Aufsicht

16. August 2001, 17:59
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Symbolische Geste im Kampf gegen den Suchtgifthandel

Teheran - Die Regierung des Iran hat als symbolische Geste 40 Tonnen Drogen verbrennen lassen, um ihre Verpflichtung zum Kampf gegen den Suchtgifthandel zu demonstrieren. Die Drogen seien in Anwesenheit von Botschaftern der Europäischen Union (EU) und Kanadas am Mittwoch in Karadsch verfeuert worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag.

Karadsch liegt rund 40 Kilometer westlich der Hauptstadt Teheran. Iran ist das Haupttransitland, Goldener Halbmond genannt, von dem die Drogen aus Afghanistan und Pakistan die lukrativen Märkte Europas und der reichen arabischen Ölstaaten erreichen.

Rund 6.000 Tonnen Opium im Jahr

Justizminister Mortesa Moktadaei sagte IRNA zufolge, Afghanistan produziere jährlich rund 6.000 Tonnen Opium, das als Morphium oder Heroin durch Iran geschmuggelt werde. Offiziellen Berichten zufolge haben in den vergangenen 20 Jahren schwer bewaffnete Banden bei dem Versuch, Drogen zu schmuggeln, mehr als 3.100 Polizisten getötet. Im Iran selbst soll es Zeitungsberichten zufolge bei einer Bevölkerungszahl von rund 65 Millionen zwei Millionen Suchtgiftabhängige und gelegentliche Konsumenten geben. (APA/Reuters)

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