Camacho sah typisches Freundschaftsspiel

17. August 2001, 13:03
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"Ich hatte das Gefühl, dass kein Österreicher spielen wollte", meinte Camacho

Wien - Keine Aufschlüsse erhielt Jose-Antonio Camacho, der am Mittwoch Abend das 1:2 der Österreicher gegen die Schweiz im Happel-Stadion live mitverfolgt hatte, von den Gastgebern im Hinblick auf das WM-Quali-Spiel am 1. September in Valencia. "In der ersten Hälfte hat es nicht viel zum Mitschreiben und nach der Pause nur viele Auswechslungen gegeben", sagte der spanische Fußball-Teamchef, der schon acht Minuten vor dem Ende die Prater-Arena verlassen hatte.

Über das österreichische System wisse er aber ohnehin Bescheid und über die Partie meinte er, dass es sich um ein typisches Freundschaftsspiel gehandelt habe und sich niemand verletzen wollte. "Da sind Aufschlüsse immer problematisch. Ich hatte das Gefühl, dass kein Österreicher spielen wollte, sie vielleicht auch geblufft haben", so Camacho, der der Meinung war, dass hier die Meisterschaft erst begonnen hat.

Als ihm aber Ex-Keeper Hubert Baumgartner, der einst in Spanien und im ÖFB-Team gespielt hatte und spanisch spricht, mitteilte, dass schon sieben Runden absolviert sind, war der Spanien-Trainer etwas überrascht. Camacho wollte die dürftige Vorstellung der Baric-Schützlinge jedoch nicht überbewerten. "Am 1. September und in einem Bewerbsspiel sieht die Welt anders aus", meinte er zum Abschied aus dem Prater. Die vier großen spanischen Sporttageszeitungen ABC, El Pais, La Vanguardia und El Mundo nahmen von der Wiener Generalprobe Österreichs in ihren Donnerstag-Ausgaben außer dem nackten Resultat keine Notiz. (APA)

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