Das Handy wird zum Simultanübersetzer

16. August 2001, 15:29
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Deutsche Entwicklung erreicht Genauigkeit von 90 Prozent

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken stellte jüngst in Seattle ein Sprachsystem vor, dass gesprochene Sprache fast simultan übersetzt. Das Übersetzungs-System "Verbmobil" http://verbmobil.dfki.de wird für eine Anfrage angerufen und wandelt die gesprochene Sprache innerhalb von Millisekunden um. Bisher versteht es Deutsch, Englisch, Japanisch und Chinesisch, berichtet das Magazin "New Scientist".

"Es hat eine Genauigkeit von etwa 90 Prozent. Wir haben es mit 25.000 Übersetzungs-Anfragen getestet", sagt Wolfgang Wahlster vom DFKI. Mit den Prototypen kann nun ein deutscher Tourist in einem Restaurant in Tokio die Fragen den Kellners direkt per Handy zum Verbmobil-System übermitteln. Auf Wunsch übersetzt es die Bestellung, die auf Deutsch geäußert wird, weiter ins Japanische. Störende Umgebungsgeräusche werden von Verbmobil dann herausgefiltert, sobald sie keinen Sinn für den gesprochenen Satz ergeben.

Über eine Milliarde Schilling wurde investiert

Perfekt arbeitet das Verbmobil zwar noch nicht, doch für ein grobes gegenseitiges Verständnis reicht es aus. Die Entwickler kämpfen noch weiter mit den Störgeräuschen und den Grammatik-Fehlern, die in gesprochener Sprache öfter auftauchen als in der Schriftsprache. Für die Entwicklung dieses mobil nutzbaren Simultan-Übersetzers wurden in das Programm Verbmobil über eine Milliarde Schilling investiert. (pte)

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