Djukanovic will mit Opposition Statusfrage Montenegros erörtern

16. August 2001, 14:31
posten

Belgrad beharrt auf gemeinsamen UNO-Sitz für künftige Konföderation

Belgrad/Podgorica - Der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic hat den Führer der größten Oppositionspartei, der Sozialistischen Volkspartei (SNP), Predrag Bulatovic, zu einem Gespräch am kommenden Montag eingeladen, meldeten Belgrader Medien am Donnerstag. Der Berater des montenegrinischen Präsidenten Miodrag Vukovic erklärte, dass sich das Gespräch auf den den künftigen staatsrechtlichen Status Montenegros sowie die Errichtung eines "möglichst günstigen Umfeldes für weitere wirtschaftliche und politische Reformen" beziehen solle.

Es handelt sich dabei um den ersten Versuch von Djukoanovic seit der Parlamentswahl im April, die politische Spaltung in der kleinen jugoslawischen Republik zu überwinden. Die montenegrinische Regierungskoalition "Der Sieg ist Montenegros" hatte sich verpflichtet, spätestens bis Februar nächsten Jahres ein Unabhängigkeitsreferendum abzuhalten. Das Oppositionsbündnis "Gemeinsam für Jugoslawien", dessen führendes Mitglied die SNP ist, setzt sich dagegen für die Beibehaltung der jugoslawischen Föderation ein.

Die jugoslawische Regierungskoalition (DOS und "Gemeinsam für Jugoslawien) will Podgorica demnächst ihren Vorschlag zur Umbildung des gemeinsamen Staates vorlegen. Belgrad ist offenbar zur Umwandlung der Föderation in eine Konföderation bereit, beharrt jedoch auf einer gemeinsamen Vertretung in den Vereinten Nationen. Die montenegrinische Regierungskoalition ist dagegen um eigene diplomatische Vertretungen, bzw. zwei Sitze (für Serbien und Montenegro) bei der UNO bemüht. (APA)

Share if you care.