Kärntner Slowenen wollen Vertretung im Landtag

16. August 2001, 12:56
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Topographieordnung mit Land und Gemeinden umsetzen

Klagenfurt - Die slowenische Volksgruppe drängt auf eine Klärung in der Frage einer Vertretung im Kärntner Landtag. Eine Entscheidung solle so schnell wie möglich fallen, sagte der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, Bernard Sadovnik, am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt.

Die Vertretung der Volksgruppe in der Legislative wird von einem Unterausschuss des Rechts- und Verfassungsausschusses behandelt. "Wir hoffen auf eine Drei-Parteien-Einigung, welche die Interessen der Volksgruppe berücksichtigt", sagte Sadovnik.

Symbolik der zweisprachigen Ortstafeln

Ein weiteres Themen der Herbstarbeit des Rates wird die Umsetzung der Topographieverordnung sein. Diese wolle man gemeinsam mit dem Land und den Gemeinden lösen. "Zweisprachige Ortstafeln sind eine wichtige Symbolik nach außen", sagte Sadovnik. Die Tafeln würden auch von der Bevölkerung akzeptiert werden. Im Zusammenhang mit den im Frühjahr in der Gemeinde Globanitz (Bezirk Völkermarkt) aufgestellten Tafeln habe es keine Störfälle gegeben.

Sadovnik kündigte an, dass er weiterhin den Weg des Dialoges gehen werde, "Dialog aber heißt, dass es auch konträre Auffassung geben wird", sagte er. Er werde versuchen, am "Runden Tisch" einen Konsens in strittigen Fragen zu erreeichen, wie es beim zweisprachigen Radio und der Förderung für zweisprachige Kindergärten bereits der Fall gewesen sei. Beides trage zur Stärkung der Sprachkompetenz bei. "Die Bevölkerung wünscht, dass nach Jahrzehnten endlich Ruhe einkehrt", sagt der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen. (APA)

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