Novartis Austria erhöhte Umsätze um 7,8 Prozent

16. August 2001, 12:37
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Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung in Wien

Wien - Die Österreich-Tochter der Novartis-Gruppe hat am Donnerstag wie die Muttergesellschaft deutliche Steigerungen im ersten Halbjahr 2001 ausgewiesen: Novartis Austria erhöhte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 7,8 Prozent auf 6,9 Mrd. S (501,4 Mill. Euro). Für diese "erneut positive Entwicklung" sei vor allem das attraktive Produktportfolio verantwortlich, so Novartis Austria-Chef Christian Seiwald.

Der größte Geschäftsbereich Healthcare, zu dem die operativen Sektorgesellschaften Pharma, Biochemie und Ciba Vision gehören, steigerte die Umsätze um 8,6 Prozent auf 6,3 Mrd. S (457,8 Mill. Euro). Wie im Vorjahr waren die Sektoren Pharma und Ciba Vision vorwiegend im Inlandsgeschäft erfolgreich.

Biochemie GmbH im Tiroler Kundl steigertUmsatz um 8 Prozent

Die Biochemie GmbH im Tiroler Kundl steigerte den Umsatz um 8 Prozent. Dieses Wachstum werde auch heuer von den Geschäftsbereichen Industriegeschäft und Generika getragen, so Seiwald, der seit kurzem auch weltweiter Sektorleiter für Novartis Generics verantwortlich zeichnet. Die Produktionsanlagen für Antibiotika-Wirkstoffe seien voll ausgelastet.

Der Geschäftsbereich Consumer Health verzeichnete ein Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf insgesamt 602 Mill. S, Träger des Wachstums waren hier die Bereiche Tiergesundheit mit 8 Prozent Wachstum und Consumer Health-Gebro mit 6 Prozent.

Fokus auf Ovomaltine und Isostar

Im Bereich Ernährung (Novartis Nutrition) liegt der Fokus auf den Marken Ovomaltine und Isostar. Die "funktionellen Nahrungsmittel" der Aviva-Serie wurden nach einer Testphase vom Markt genommen. Jetzt denkt Novartis über neue Ansätze nach, "functional food" bleibe weiterhin ein Zukunftsmarkt.

Für Österreich und im Gesundheitsbereich sieht Seiwald das zweite Halbjahr geprägt von einer Fortsetzung der schwierigen Rahmenbedingungen bei der Finanzierung der Krankenkassen und dem daraus resultierenden Preisdruck auf die Pharmaindustrie.

"Dynamisch und optimistischer"

"Dynamisch und optimistischer" beurteilt Seiwald dagegen die Entwicklung im Bereich Forschung und Entwicklung in Österreich: Noch im Herbst soll im Wiener Stadtteil Liesing ein Antibiotika-Forschungszentrum mit einem jährlichen Forschungsvolumen von 100 Mill. S und 50 Forschern in Betrieb gehen. Der Forschungsbereich Dermatologie am Wiener Forschungsinstitut wurde im Juni um den Bereich Immunopathologie erweitert.

Die in allen Kerngeschäftsbereichen tätige heimische Novartis-Gruppe beschäftigt hier zu Lande mehr als 2.500 Mitarbeiter. Jährlich investiert das Unternehmen rund 1,2 Mrd. S in Forschung und Entwicklung in Österreich. Der Exportanteil beläuft sich auf insgesamt 83,9 Prozent, wobei das Exportgeschäft besonders für die Sektoren Generika (Kundl) und Tiergesundheit eine zentrale Rolle spielt. (APA)

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