Zuwanderung: Steindl hört "Alarmglocken läuten"

16. August 2001, 10:21
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Burgenlands VP-Chef will Expertengruppe einsetzen

Eisenstadt - Angesichts der Prognosen zur Entwicklung der Bevölkerung im Burgenland regt LHStv. Franz Steindl die Einsetzung einer Expertengruppe an. Diese Gruppe sollte Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, die - so Steindl am Donnerstag in einer Aussendung - "in ein Landes-Entwicklungskonzept münden sollen". Wenn die Demographen Recht behalten, wird das Burgenland in 30 Jahren die wenigstens Jugendlichen, dafür aber die meisten Menschen im Alter ab 60 aufweisen, und dazu noch ein beachtliches Minus der Gesamtbevölkerung hinnehmen müssen: von derzeit rund 278.000 auf nur mehr 256.000.

Der Anteil der Jugendlichen soll laut Prognosen von heute 15,1 auf 12,4 Prozent fallen, der Anteil der Menschen über 60 dagegen von 23,9 auf 36,8 Prozent steigen. Ein großes Minus droht auch bei den Erwerbstätigen; heute sind es noch rund 160.000, in 30 Jahren werden es nur noch 130.000 sein. Die Geburtenrate wird sich von derzeit 2.200 auf 1.700 verringern.

"Wenn man Politik mit Weitblick und Verantwortung für die Zukunft machen will, dann müssen die Alarmglocken läuten", erklärte Steindl. Es genüge nicht, die positive Entwicklung des Burgenlandes zu rühmen, denn mit diesen Zahlen im Hintergrund müsse jeder wissen, dass die positive Entwicklung gefährdet sei. Der ÖVP-Politiker verweist z. B. auf einschneidende Nachteile im Finanzausgleich, d. h. weniger Geld für Land und Gemeinden, oder extreme Kosten im Gesundheitsbereich bzw. auf große Probleme bei der Aufrechterhaltung des Pensionssystems. (APA)

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