AT&S muss Umsatzrückgang von mehr als 17 Prozent hinnehmen

17. August 2001, 11:33
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Dennoch "Licht am Ende des Tunnels" gesehen

Wien - Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2001/2002 den Einbruch seiner Gewinnmarge um drei Viertel und einen Umsatzrückgang von mehr als 17 Prozent hinnehmen müssen, zeigt sich aber hinsichtlich der weiteren Branchensituation "vorsichtig optimistisch". Bei den Auftragseingängen mehrten sich die Anzeichen für ein langsames Anziehen des Wachstums, sagte AT&S-Finanzchef Harald Sommerer am Donnerstag.

"Aussagen von Kunden und Marktanalysen lassen den Schluss zu, dass die Marktsituation zumindest nicht schlechter wird als bisher", so Sommerer. Dass im Herbst eine "wilde Euphorie" ausbreche, sei aber auch nicht zu erwarten.

Während in Augsburg, wo für die Telekommunikations-Infrastruktur gefertigt wird, die im Mai verfügte Kurzarbeit weitergeführt wird, müsse das Stammwerk in Leoben-Hinterberg auf absehbare Zeit mit keiner Kurzarbeit rechen, sagte Sommerer. "Unsere Regeln in Hinterberg sind flexibel genug und bieten ausreichend Spielraum."

Keine Prognosen über das Gesamtjahr

Auf Prognosen über das Gesamtjahr wollte sich Sommerer noch nicht einlassen - dazu sei die "Visibilität" noch zu gering. Im Vergleich zu den Mitbewerbern schneide AT&S aber "hervorragend" ab. Viele "Peers" hätten im ersten Halbjahr 2001 rote Zahlen geschrieben, AT&S habe im vierten Quartal 2000/01 und im ersten Quartal 2001/02 noch immerhin eine EBIT-Marge von 12,6 Prozent erzielt.

Dass AT&S auch im ersten Quartal Gewinne schreibe, unterscheide die steirische Firma von den meisten anderen Unternehmen der Branche, sagte Sommerer. Der Neubau des AT&S-Leiterplattenwerks in Shanghai schreite rasch voran, die Produktion von modernen HDI-Microvia-Leiterplatten in China werde wie geplant im Sommer nächsten Jahres aufgenommen, hieß es.

Der Umsatz von AT&S ist im ersten Quartal 2001/02 um 17,3 Prozent auf 63 Mill. Euro (867 Mill. S) gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Der Quartalsgewinn (Periodenüberschuss) lag bei 1,54 Mill. Euro, die EBIT-Marge brach von 16 auf 4,2 Prozent ein.

Die am Frankfurter Neuen Markt gehandelte Aktie verlor im Vormittagshandel um mehr als neun Prozent und notierte gegen 10.30 Uhr bei 12,55 Euro. (APA)

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